Beschäftigung und Soziales
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(© dpa/ picture-alliance)
Das OECD-Direktorat für Beschäftigung, Arbeit und Soziales befasst sich mit Beschäftigungs-, Sozial-, Migrations- und Gesundheitspolitik
Es erarbeitet "Best Practices" und politische Gestaltungsempfehlungen, die der wachsenden Komplexität gerecht werden und die Vorhersage makroökonomischer Entwicklungen erlauben.
Im Bereich Beschäftigung untersucht die OECD, wie Beschäftigung und Arbeitslosigkeit je nach Region, Geschlecht, Art des Arbeitsverhältnisses und den unterschiedlichen Arbeitsbedingungen innerhalb der OECD-Länder und einiger ausgewählter Nichtmitgliedstaaten variieren. Die Analysen zur Arbeitslosigkeit prüfen dabei aktive Arbeitsmarktprogramme und die öffentliche Arbeitsvermittlung. Andere OECD-Programme analysieren Beschäftigungs- und Sozialpolitik in Nichtmitgliedstaaten und in Entwicklungsländern sowie Personalmanagement im öffentlichen Sektor.
Wichtige Ergebnisse dieser Untersuchungen werden im jährlich erscheinenden "OECD Beschäftigungsausblick" veröffentlicht.
Der „OECD-Beschäftigungsausblick 2012“ analysiert unter anderem die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise, die in vielen OECD-Ländern zu einem Anstieg der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit geführt hat. Er erläutert außerdem, welche politischen Maßnahmen Arbeitsmärkte in Zeiten der Krise widerstandsfähiger machen (insbes. durch Strukturreformen und einer Verbesserung der Übereinstimmung von den in der Schule vermittelten Qualifikationen und den am Arbeitsplatz gefragten Kompetenzen im Rahmen einer von der OECD neu erarbeiteten umfassenden „skills“-Strategie), diskutiert die Ursachen und Folgen eines seit Jahrzehnten rückläufigen Anteils von Löhnen und Sozialausgaben am Nationaleinkommen und fragt, inwieweit umwelt- und klimafreundliche Wachstumsstrategien zu mehr und besseren Arbeitsplätzen führen können. Wichtige Arbeitsergebnisse im Bereich Sozialpolitik sind zum Beispiel der regelmäßig erscheinende Bericht "Renten auf einen Blick", der einen internationalen Vergleich verschiedener Rentensysteme erlaubt sowie die Ende 2011 erschienene Studie "Divided we stand– Why inequality keeps rising" zur Entwicklung von relativer Armut und Einkommensungleichheit in den OECD-Ländern.
Mit dem OECD-Programm zu internationaler Migration untersucht die OECD wirtschaftliche und soziale Auswirkungen/Aspekte von Migration in den Aufnahmeländern wie auch in den Herkunftsländern. Inhaltliche Schwerpunkte bilden dabei die Untersuchung von Migrationsbewegungen, die Beschäftigungssituation von Einwanderern, die Bekämpfung illegaler Beschäftigung von Einwanderern, der Grad der Integration, die Migrationspolitik, die Politikkohärenz innerhalb des jeweiligen Landes und die Verbesserung der internationalen Kooperation.
Der jährlich erscheinende "Internationale Migrationsausblick" gibt eine aktuelle Beschreibung der Situation.
Bei der Analyse der Gesundheitspolitik verschiedener Länder verfolgt die OECD einen multidimensionalen Ansatz, um die Einflussnahme verschiedener Politikbereiche zu berücksichtigen. Ferner sammelt und veröffentlicht die OECD Daten in der jährlich erscheinenden Publikation "OECD-Gesundheitsdaten", einer der umfassendsten länderübergreifenden Gesundheitsstatistiken. Die OECD kooperiert außerdem mit anderen internationalen Organisationen, wie zum Beispiel der Weltgesundheitsorganisation (WHO).