Industrie im digitalen Zeitalter

Markus Heß zu Industrie 4.0 Bild vergrößern Markus Heß zu Industrie 4.0 (© StäV)

Am 24.04.2017 organisierte die OECD-Arbeitsgruppe Industrieanalyse einen Workshop zum Thema “Going Digital: the Future of Industry and Jobs”. Ziel des Workshops war es, die vielfältigen Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Industrie und den Arbeitsmarkt zu analysieren, erfolgreiche Strategien zur Implementierung von Industrie 4.0 vorzustellen und weitere, notwendige Rahmenbedingungen zu identifizieren.

Im Rahmen einer Vortragsreihe zu den Rahmenbedingungen und der Rolle der Politik stellte Herr Heß die deutsche Industrie 4.0-Strategie vor. Ziel der Strategie sei es, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland zu stärken und Deutschland zu einem Leitmarkt für Industrie 4.0-Anwendungen und –Lösungen zu machen. Zentrales Politikinstrument sei dabei die unter Beteiligung von Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Wissenschaft anlässlich der Hannover Messe 2015 neu gegründete Plattform Industrie 4.0. Schwerpunkte der Multi-Stakeholder-Plattform seien die Erarbeitung von Empfehlungen für Unternehmen zu verschiedenen Themenfeldern, wie z.B. IT-Sicherheit, die Etablierung von nationalen und internationalen Kooperationen im Bereich Industrie 4.0 sowie die Mobilisierung von KMUs. Die Einrichtung von „Mittelstand 4.0 Kompetenzzentren“ sowie eine Online-Landkarte zu Industrie 4.0 unterstützten insb. KMUs bei der Umsetzung von Industrie 4.0 im eigenen Unternehmen. Im Anschluss an Herrn Heß‘ Vortrag stellten auch Vertreter aus Italien und Japan ihre nationalen Konzepte zur Industrie 4.0 vor. Die Ergebnisse des Workshops fließen u.a. in das unter der deutschen G20-Präsidentschaft gestartete, horizontale OECD-Projekt „Going Digital: Making the Transformation Work for Growth and Well-being“ ein.